Das tho: Montho ฑ

Das Alphabet, die Anfangs- und Endkonsonanten, die Tonzeichen und alles was zum Grundwissen über das Sprechen und Schreiben gehört, Regeln und Vorschriften zur Thai-Schrift. Das allgemeine Board über die Sprache und die Schrift

Beitragvon polerio » 17.03.2008, 21:41

Jojo hat geschrieben:
Kleine Korrektur: die neuen Zeichen (u.a. ฏ,ต,ป) hat Ramkhamhäng eingeführt. Seit wann diese für indische Texte benutzt wurden, habe ich nicht herausbekommen. Heute meißt ฏ,ต,ป, oder auch ฎ,ต,ป. Vor 200 Jahren noch ziemlich durcheinander.



Ich darf Dich vielleicht auf ein interessantes (online) Buch aufmerksam machen, dass leider online nur auszugsweise lesbar ist (ich habe mir die hardcopy bestellt, habe sie aber derzeit noch nicht in Händen):

The Thai Writing System Von Nantana Danvivathana (Nanthanā Dānwiwat).

Die von mir schon oben gegebene historische Einteilung der Thaischrift

1283-1357: Die Sukhothai Schrift (König Ramkhamhaeng Schrift)
1357-1680: Die König Li Thai Schrift
1680-2008: Die König Narai Schrift


wird dort bestätigt. Die Autorin sieht Khmer als das wesentliche Vorbild der Sukhothai-Schrift an.

Wenn man in dem Buch die Tabelle auf den S. 26-27 aufschlägt, gewinnt man den Eindruck, eventuell hätte in Sukothai noch das bo bai-mai, nicht jedoch das plo pla gefehlt. Muss aber, nach Erhalt der hardcopy, das alles mal sorgfältiger studieren.

Gruß

Thomas
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Beitragvon Jojo » 17.03.2008, 23:51

polerio hat geschrieben:The Thai Writing System Von Nantana Danvivathana (Nanthanā Dānwiwat).


Steht beim Kollegen im Schrank...

polerio hat geschrieben:Die von mir schon oben gegebene historische Einteilung der Thaischrift

1283-1357: Die Sukhothai Schrift (König Ramkhamhaeng Schrift)
1357-1680: Die König Li Thai Schrift
1680-2008: Die König Narai Schrift


wird dort bestätigt.


Hmmm... da liest sich eher was wie

1283: Die Sukhothai Schrift (König Ramkhamhaeng Schrift)
1357: Die König Li Thai Schrift
1680: Die König Narai Schrift


Die Zwischenschritte sind leider wohl nicht alle bekannt. Auch seit Narai hat sich einiges geändert:Tonsystem (mindestens) 2 mal geändert, mai-tri und mai-chattawa eingeführt (unter Taksin), anderes Vokalsystem (Diphtonge).

Manche Daten sind schwierig, weiss jemand, wann der "great tonal split" eigendlich war? Habe da Daten zwischen 850 und Mitte 1500.

polerio hat geschrieben:Wenn man in dem Buch die Tabelle auf den S. 26-27 aufschlägt, gewinnt man den Eindruck, eventuell hätte in Sukothai noch das bo bai-mai, nicht jedoch das plo pla gefehlt.


In der Tabelle ist wohl das falsche Zeichen reingerutscht, hinten (z.B. Seite 40) ist es richtig. Das damalige bo-baimai sieht auch dem Khmer-Vorbild deutlich ähnlicher als das po-pla. Ramkhamhäng hat das bo-baimai übernommen und das po-pla zugefügt.

P.S.: wir sollten wirklich mal in einen anderen Thread gehen.
Zuletzt geändert von Jojo am 18.03.2008, 00:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon polerio » 18.03.2008, 00:00

Jojo hat geschrieben: P.S.: wir sollten wirklich mal in einen anderen Thread gehen.


Ja gerne, aber ich habe das Buch noch nicht in hardcopy (und auch nicht im Schrank des Kollegens). In zwei, drei Tagen?

Die Thaischrift im Wandel der Zeit? ... oder so?
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Beitragvon polerio » 18.03.2008, 00:16

Jojo hat geschrieben: Manche Daten sind schwierig, weiss jemand, wann der "great tonal split" eigendlich war? Habe da Daten zwischen 850 und Mitte 1500.


Ich habe das schon gelesen. Das geschah wohl in der Periode der König Li Thai Schrift. Ich muss noch nach der Quelle suchen.

Etwas anderes: In dem Buch The Kingdom and People of Siam: With a Narrative of the Mission to that ... Von John Bowring, vollständig download-bar - allerdings nicht allerneuerster Forschungsstand, wird auf S. 274 berichtet, das Siamesische verfüge über 6 Tonhöhen. Die Einteilung von 1857 entspricht zwar nicht ganz der gewohnte - aber viellicht siehst Du Dir mal die Seite an?
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Beitragvon Jojo » 22.03.2008, 02:19

polerio hat geschrieben:In dem Buch The Kingdom and People of Siam: With a Narrative of the Mission to that ... Von John Bowring, vollständig download-bar - allerdings nicht allerneuerster Forschungsstand, wird auf S. 274 berichtet, das Siamesische verfüge über 6 Tonhöhen. Die Einteilung von 1857 entspricht zwar nicht ganz der gewohnte - aber viellicht siehst Du Dir mal die Seite an?


K.A.
Er spricht von 3 Längen (sehr kurz, kurz, lang) und drei Konturen (steigend, fallend, eben), die man wohl nicht beliebig kombinieren kann.

Kann nur raten:
Die ersten 3 für tote Silben (kurz hoch, kurz tief, lang evtl fallend) und die letzten 3 für lebende.
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Beitragvon polerio » 22.03.2008, 09:06

Linguists frequently set a date as early as AD1000 for these sound changes. For the Thai spoken in Ayutthaya, however, the splits seem to have occurred much later. Several factors suggest a latter date for the splits in Thai. First, late thirteenth-century and early fourteenth-century Ayutthaya poetic compositions appear in the three tone language. Second, Khmer loanwords, which probably entered the language after the Thai conquest of Angkor in 1431, also predate the splits. In addition, seventeenth-century descriptions of the Thai alphabet demonstrate that the consonant changes involved with the tonal splits had already taken place by that date. Citing this evidence, Gedney proposes a date sometime between the mid-fifteenth and the mid-seventeenth centuries for the tonal splits in Thai.
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